Die Modellsportgruppe berichtet übers Halbjahr 2022

Jetzt sind sonntagmorgens auch wieder einige Modellbauer am oberen See zu sehen, die anfänglich in der beginnenden CORONA-Zeit aus Sicherheitsgründen lieber zuhause blieben. CORONA-Covid 19 ist zwar noch nicht vorbei, aber durch die inzwischen vorhandenen Impfstoffe lange nicht mehr so gefährlich wie zu Beginn. Trotzdem sollte eine gewisse Vorsicht beachtet und eingehalten werden. Die Segelschiffe sind auch wieder da und werden wie auch die naturgetreuen Motormodelle bestaunt und bewundert. Vor allem das geräuschlose Dahingleiten, obwohl man kaum einen Hauch bemerken kann, fasziniert die Betrachter und Spaziergänger gleichermaßen. Regattamäßig starten sie, fast gleichzeitig auf einer Linie segelnd, wenn eine Stimme von irgendwoher einen "Countdown", von 10 bis 0 herunter gezählt hat, danach ist wieder "Stille". Sie segeln um die Bojen nach einer vorher festgelegten Reihenfolge und schließlich ruft einer die Segelnummer des gerade am Steg vorbei segelnden Bootes. Das wäre dann der "Zieldurchgang", wenn es eine "ausgeschriebene" Wettfahrt gewesen wäre. Manche holen dann das Boot heraus. Und jetzt hört man immer wieder die erstaunte Frage: "Hat das keinen Motor, weil man keine Schiffsschraube sehen kann?" Nein, diese Art Boote haben keinen "Antriebsmotor" nur kleine Motore um das Ruder und die Segel bewegen und im richtigen Winkel zum Wind einstellen zu können. Der Wind ist der Motor zum Fortbewegen. Das heißt: "Umweltfreundlich und Nachhaltig". So, und ähnlich sind die Fragen und auch die Antworten der "Kapitäne" die den Interessierten auch gerne mal die Fernsteuerung überlassen, um sie noch näher an diesen Sport heran zu führen.
Im letzten Jahr versuchten wir die "Vereinsmeisterschaft" neu zu beleben. In mehreren übers ganze Jahr verteilten Wettfahrten sollte der "Meister" ermittelt werden. Wer am Ende der Saison die wenigsten Punkte (das entspricht der ersegelten Plätze) hat, ist Meister. Das klappte auch, Gerd lag mit ganz geringem Abstand vor Günter. Dieser schöne Brauch wird auch in diesem Jahr fortgeführt. In dieser Zeit das traditionelle Schaufahren durchzuführen wird wohl nicht gehen, die Auflagen und Risiken sind zu groß, indessen entstehen schon Überlegungen ob eine "abgespeckte" Veranstaltung möglich ist. Möglich war unser Ausflug ins Reffenthal im Juni, das eigentlich "Angelhofer Altrhein" heißt. Der Stützpunkt Seglervereinigung Mannheim war das Ziel. Dort wurden wir freundlich aufgenommen und konnten unter "Corona-Bedingungen" einen herrlichen Tag erleben. Das Wetter passte, der Wind auch, man konnte segeln, segeln, segeln, die Motormodelle gelangten auch ins Wasser, die Versorgung war Spitze, was will man mehr? Nur noch eins: Danke sagen allen, die uns so gut versorgt haben, stellvertretend für sie nur ein Name: Peter K. Fazit: so kanns weiter gehen. Langsam kann auch die internationale Regatta-Tätigkeit wieder aufgenommen werden. Erster zaghafter Schritt war die RG 65 Regatta in Bischheim bei Straßburg. Ausstellungen im Modellbereich gibts auch schon wieder, obwohl der Eindruck entsteht, dass sich die Branche mehr auf das "online" Geschäft konzentriert.
Doch: "es gibt wichtigere Dinge derzeit in Europa und der Welt. Hoffen wir, dass der Krieg in der Ukraine sich nicht ausweitet und baldigst beendet wird".

Albert A.